HENRY JEANNOIRE - GEDICHT: HEMISPHÄREN
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HEMISPHÄREN
So mancher Blick sich wiederfindet,
wo Bein und Rücken sich verbindet.
Die langen Haare auch nicht weit,
sind sie erst vom Kamm befreit.
Die Hemisphären, die ich meine,
sind am Ende beider Beine.
Der langen Beine sanfter Schritt,
bewegen sie sich rhythmisch mit.
Ein Griff ins Haar mit schlanken Armen,
Blicke starr bis zum Erlahmen.
Das Ganze vollends inszeniert,
bis Mann den Verstand verliert.
Der Sinne Reize überflutet,
man eine Göttin hier vermutet.
Doch Vorsicht vor der Hülle Schein,
denn Geist ist Geist und Bein nur Bein.
HENRY JEANNOIRE - GEDICHT: HEMISPHÄREN