HENRY JEANNOIRE - GEDICHT: MAMMON
„Geld regiert die Welt“ oder „ohne Moos nix los“ sind einfache Regeln, die jeder nachvollziehen kann. Wie wichtig Geld wirklich ist, erfährt man jedoch erst dann, wenn man überhaupt keines mehr hat. Gewisse Urängste sind daher durchaus verständlich.
MAMMON
Zahlen, zahlen, zahlen,
was And’res tu’ ich nicht,
denn die Mühlen mahlen
und kein Zahnrad bricht.
Es scheint, es ist gefunden,
das Perpetuum mobile,
streut Pfeffer in die Wunden,
eh’ ich mich verseh’.
Es ist das Rad, das ewig dreht,
mich spornt und tritt an jedem Tag,
blitzschnell, wie die Zeit vergeht,
oh, wie wenig ich es mag.
Ich bin des Mammons Sklave,
er meinen Tag bestimmt,
die Angst bis in den Schlafe,
daß man ihn mir wieder nimmt.
HENRY JEANNOIRE - GEDICHT: MAMMON