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HENRY JEANNOIRE - EROTISCHE GESCHICHTEN UND EIN WENIG MEHR...

Es gibt Fehler, die jede Generation macht. Die Generation ist eine andere, die Fehler aber bleiben immer die Gleichen.

Die witzige Kurzgeschichte:

„Willkommen im Leben“

HENRY JEANNOIRE - DIE WITZIGE KURZGESCHICHTE

Stellen sie sich in ihrem Badezimmer vor den Spiegel, treten sie ein wenig vom Waschbecken zurück und strecken sie ihren rechten Arm aus. Ich würde sagen etwa im Winkel von 120 Grad vom Körper weg, leicht nach oben. Natürlich denken sie jetzt automatisch an die Glanzzeiten des Colosseums und den unweigerlichen Gruß der Gladiatoren an ihren Herrscher: "Ave Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich." Dies ist allerdings noch nicht die endgültig angestrebte Haltung ihres Arms, denn sie müssen nun ihre Hand mit ausgestreckten Fingern senkrecht nach oben stellen. Schnell werden sie feststellen, daß sie das mit ausgestrecktem Arm nicht können, es sei denn, sie brechen sich freiwillig das Handgelenk. Aber wir wollen uns ja nicht wehtun.

Also beugen wir den Arm ein wenig, bis die Hand senkrecht steht und sie auf ihre Fingernägel schauen können. Etwa so, wie nach einer Maniküre.

Den Arm jedoch nicht zu weit beugen, sonst sehen sie aus wie Adolf bei seinem Gruß. Er war neben Göbbels wohl der Einzige, der diesen Gruß so lax ausführen durfte. Jeder Andere hätte sein Leben aufs Spiel gesetzt, wäre er mit dieser schlaffen Armhaltung seinem Führer entgegengetreten. Vielleicht hat sich das Dolferl in seinem Unterbewusstsein hier selbst nicht so ernst genommen, wie es die Meisten seiner Zeitgenossen durchaus taten.

Also nicht zu weit beugen den Arm und nun in den Spiegel sehen, ob ihre Hand schön senkrecht steht, die Finger bilden keine Lücken und auch der Daumen liegt, soweit es ihre Physiognomie zulässt, am Zeigefinger an.

Stellen sie sich vor, sie wären ein junger Mensch und die Stellung ihrer Hand wäre das Symbol für die Haltung, mit der sie nun durchs Leben marschieren möchten. Aufrecht und stolz und bereit Allem, was da auf sie zukommen möge, mit offenem Visier entgegenzutreten.

Versuchen sie sich nun daran zu erinnern, wann sie das erste Mal in ihrem Leben mit einem Cabriolet gefahren sind. Bei den Älteren unter ihnen ist das vielleicht etwas schwieriger, weil Cabrios in ihrer Jugend eher selten waren. Heutzutage jedoch fährt jedes Kind damit früher oder später in die Schule oder zur Arbeit. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie selbst fahren oder mitgenommen werden.

Der warme Wind saust ihnen durchs Haar. Die Fahrt wird schneller und sie verspüren unweigerlich den Drang, ihre Hand über den Fensterrahmen in den Wind zu halten.

Sie glauben zwar keine Sekunde daran, dies nicht tun zu können, aber wissen können sie es auch nicht, denn es ist ja das erste Mal und sie haben bis dato keine Vergleichsmöglichkeiten.

"Glauben ist, es nicht zu wissen, Dummheit kein gutes Ruhekissen." ( Zitat aus „Nachgedacht“ von Henry Jeannoire )

Also halten sie ihre Hand in der aufrechten Stellung, in welcher sie weiter oben beschrieben wurde, in den Wind. Ihre Handfläche wird nun wuchtig vom Gegenwind erfasst und mit einer Vehemenz nach hinten geschleudert, die sie so nicht erwartet haben. Sie sind überrascht, mit welcher Härte ihr Arm nach hinten gerissen wird und froh, daß sie nicht noch schneller gefahren sind, sonst hätte das ins Auge gehen können.

Sie müssen sich an dieser Stelle jedoch keine Gedanken darüber machen, daß sie so dumm waren, und ihre Hand wie oben beschrieben in den Wind hielten, wo doch jedermann weiß, daß der Luftwiderstand deutlich höher ist, als wenn sie die Finger gespreizt hätten. Falls sie nicht gerade Leonardo da Vinci, Galileo Gallilei oder Albert Einstein heißen, wäre das wohl jedem so ergangen.

Stellen sie sich nun bitte vor, der Gegenwind wäre das Symbol für das, was in ihrem noch jungen Dasein alles auf sie zukommen könnte und wird und was ihnen noch alles bevorsteht, wenn sie erst einmal auf die Menschheit losgelassen werden.

Dieses Erlebnis kann, im übertragenen Sinne, wohl kaum treffender auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht werden, als mit dem Satz: "Willkommen im Leben!"

Mit der gleichen Überraschung, die sie bei unserem kleinen Experiment erfahren haben, werden sie in Zukunft auch im Leben rechnen müssen, denn es wird fast täglich etwas auf sie zufliegen, mit dem sie so nicht gerechnet haben und das ihnen bis dato nicht wirklich bekannt war.

Auch nachdem sie das erste Mal, aufgrund ihrer aufrechten Gangart, ordentlich was auf die Glocke bekommen haben, versuchen sie weiterhin ihre ritterliche Haltung zu bewahren.

Ich bin mir jedoch sicher, daß wenn sie ihre Hand das zweite Mal in den Wind stellen werden, sie das mit gespreizten Fingern tun, denn das erste Mal ist ihnen gut in Erinnerung geblieben. Und damit sind wir an einem Punkt angelangt, der als Regel Nummer eins unseres Leitfadens für Anfänger in Sachen Lebensbewältigung gelten kann, nämlich:

„Aus Erfahrung wird man klug.“

Aus den Erfahrungen Anderer zu lernen ist nicht gerade eine Eigenschaft, die unseren modernen Menschen auszeichnen. Oft fehlt dem "homo sapiens sapiens" hier die Vorstellungskraft, die ihm sagt: "Ok, dort war es so, bei mir wird es auch so sein." Seit Menschengedenken ist es ungeschriebenes Gesetz, daß die Erfahrungen, die unsere Eltern oder andere Verwandte oder Bekannte gemacht haben, keine Sau interessieren und schon gar nicht die eigenen Kinder. Wir machen unsere Erfahrungen lieber selbst. So, wie wir überhaupt alles anders und selbstverständlich besser machen werden.

Sie werden sich sicherlich noch daran erinnern, daß ihnen ihre Eltern mindestens eintausendmal gesagt haben: "Kind, faß bitte nicht auf die Herdplatte, du verbrennst dir sonst die Finger!

"Wen hat dieses Geschwätz schon beeindruckt? Niemanden. Natürlich fassten auch sie auf diese heiße Herdplatte, haben sich tierisch die Pfoten verbrannt und sind lauthals schreiend zu ihrer Mutter gerannt. Anschließend haben sie sich wochenlang mit ihren eiternden Brandblasen amüsiert und sich immer wieder gewundert, wie weh das doch tut, wenn man sich die verbrannte Haut ein wenig zu früh von der Hand abzieht.

In diesem Fall hat unsere Regel Nummer eins auf sehr schmerzhafte Art und Weise ihre Bestätigung gefunden. Dafür bleibt sie aber auch ziemlich lange in Erinnerung und wird vermutlich erst sehr viel später wieder aufgefrischt, wenn die Nummer mit dem Bügeleisen kommt.

Sie befinden sich jetzt aber wieder in ihrem recht jungen „Erwachsenenalter“ und versuchen weiterhin, geradlinig ihren Weg zu gehen. An dieser Stelle sei erwähnt, daß ihr Start ins Leben durchaus mit einem anstehenden Boxkampf vergleichbar ist. Der Haken an dieser Sache ist nur, daß sie weder auf einen Boxkampf und schon gar nicht auf das richtige Leben vorbereitet sind.

Sie steigen nach ihrer ersten Niederlage wieder gestärkt und kerzengerade in den Ring und genauso sehen sie eine rechte Gerade auf sich zukommen, die sie sehr geschickt mit ihrem linken Auge abfangen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich nicht bewegt, ganz, wie es ihrer unnachgiebigen Lebenseinstellung entspricht. Doch die Kräfte der Physik lassen sie beinhart auf die Bretter krachen, die ehemals ihre Welt bedeuteten. Sie haben zum wiederholten Male aufgrund ihres Haltungsfehlers einen Kampf verloren und fangen sich nun an Gedanken darüber zu machen, wie man es in einem Boxkampf wohl schaffen könnte, den Schlussgong der ersten Runde zu erreichen.

Sie erinnern sich an ihre zweite Cabriofahrt in ihrem Leben und speziell daran, daß sie wieder drauf und dran waren, ohne groß nachzudenken, ihre Hand in den Wind zu strecken. Doch sie hatten aufgepasst, weil sie sich an den stechenden Schmerz erinnerten, der ihnen das Einrenken ihrer Schulter bereitete, nachdem sie diese Übung schon einmal vorgeturnt hatten. Also denken sie darüber nach, wie sie ihre Hand in den Fahrtwind strecken können, ohne daß ihnen wieder etwas passiert.

Und schon sind wir wieder an einem Punkt angelangt, der ihnen auf dem Weg zum Erwachsenwerden noch treue Dienste leisten wird. Sie haben nachgedacht, bevor sie etwas tun, was wortgewaltige Zeitgenossen in einem derben Satz zusammengefasst haben, dessen Richtigkeit aber millionenfach bestätigt wurde. Er geht gleichfalls als Regel Nummer zwei in unser Gesamtwerk für werdende Erwachsene ein und lautet:

„Denken beim Scheissen, nicht nur drücken.“

Nun werden sie sich in ihrer Unwissenheit fragen, woran man denn beim Scheissen denken muß. Diese Frage erübrigt sich jedoch in dem Moment, in welchem eine übelriechende Masse ihren Körper verlassen hat und sich mehr oder weniger gleichmäßig in der Toilettenschüssel verteilt. Sicherlich verschafft ihnen dieser nicht unnatürliche Vorgang zunächst Erleichterung, welcher aber in blankes Entsetzen umschlägt, wenn sie feststellen, daß sich kein Toilettenpapier in der dafür vorgesehenen Halterung befindet.

Sie haben vor ihrem Entschluß, sich von ihren Exkrementen zu verabschieden, nicht darüber nachgedacht, ob sich ausreichend Toilettenpapier für ihr Vorhaben im WC befindet. Sicherlich bestimmen wir den Zeitpunkt unseres Toilettengangs nicht immer selbst, sondern oft auch unser Körper. Dennoch werden sie mir Recht geben, wenn man selbst bei solch profanen Angelegenheiten seine Birne einschalten muß, um nicht in eine solch missliche Situation zu geraten.

Bestimmt wird ihnen unsere Regel Nummer zwei nun wesentlich klarer erscheinen, als noch vor wenigen Sätzen. Sie dient jedoch nur als Metapher und sollte sie dazu animieren, bei allem, was sie tun, erst zu denken und dann zu handeln. Mit dieser Einstellung werden sie sich in Zukunft jede Menge Ärger ersparen.

Auf ihren Boxkampf können sie dieses Prinzip ebenfalls anwenden. Sie sollten vielleicht einmal darüber nachdenken, ob sie ihren Kopf nicht ein wenig zur Seite nehmen, wenn der nächste linke Jab kommt. Sie müssen dabei zwar von ihrer starren Grundhaltung abweichen, sind deswegen aber kein Feigling. Im Gegenteil, es zeugt von Übersicht, die ihnen auch im Leben weiterhelfen wird.

Sie befinden sich nun bereits in ihrem dritten Kampf. Zwar immer noch in der ersten Runde, aber bereits in der dreißigsten Sekunde. So weit waren sie noch nie. Der linke Jab kommt auf sie zu, sie bewegen den Oberkörper leicht nach links und der Schlag geht ins Leere. Ein Glücksgefühl überfällt sie, da sie diesesmal alles richtig gemacht haben. Sie erleben nun das erste Mal, daß bei einem Boxkampf nicht der erste Schlag gleichzeitig das Kampfende bedeuten muß.

Doch woher kommt plötzlich dieser unheimliche Schmerz an ihrem Unterkiefer. Ihr Kopf schleudert weit zurück, daß sie sich fast das Genick brechen.

Ihr Gegner hat damit gerechnet, daß sie auf diese Seite ausweichen und ihnen mit der Rechten einen fürchterlichen Aufwärtshaken verpasst.

Was zum Teufel ist ein rechter Aufwärtshaken, werden sie sich fragen, wenn sie wieder aufwachen. Warum hat mich niemand auf diesen Schlag vorbereitet?

Daß sie gleichfalls auch ziemlich schlecht vorbereitet in ihr eigenes Leben starten, werden sie schnell feststellen, wenn sie ihr Elternhaus verlassen haben und ihre erste eigene Bude beziehen.

Sie haben zwar ihr Abitur bestanden, aber vom richtigen Leben haben sie genauso wenig Ahnung wie von dem Boxkampf, welcher zur gleichen Zeit in ihrem persönlichen Paralleluniversum abläuft.

Vielleicht sind sie sogar im Zorn von zuhause ausgezogen, weil ihre Eltern wegen diesem oder jenem Streß gemacht haben und sie der Meinung sind, daß sie ohne sie deutlich besser klarkommen und es sie dann auf jeden Fall mental stärken würde, wenn sie sich von nun an allein durchs Leben schlagen.

Sollte dies tatsächlich der Fall sein, dann müssen sie sich ab sofort darauf einstellen, daß der Gegner in ihrem Paralleluniversum, im Gegensatz zu ihnen nicht nur Profi ist, sondern gewöhnlich auch mindestens eine Gewichtsklasse höher boxt als sie. Im Klartext bedeutet das, daß alles nun knüppelhart kommt.

Wir befinden uns nun wieder bei ihrer zweiten Cabriofahrt, bei welcher sie fast den gleichen Fehler gemacht hätten, wie bei der ersten. Doch ihr Erinnerungsvermögen und ihr Nachdenken haben sie davor bewahrt. Sie schieben ihre Hand nun ganz vorsichtig über den Fensterrahmen und spüren die Stärke des Gegenwindes bereits an ihren Fingerkuppen. Sie können nun einschätzen, mit welchem Kraftaufwand sie dagegenhalten müssen, wenn sie ihre Hand ganz in den Wind stellen. Durch das spreizen ihrer Finger können sie außerdem den Luftwiderstand verringern und durch zusammennehmen wieder erhöhen. Sie werden aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen mit dem Phänomen Gegenwind nun nicht mehr überrascht, sondern sind sogar dazu in der Lage, ihn zu regulieren und somit zu kontrollieren, so daß er ihnen nichts mehr anhaben kann.

Sie sollten diese Erfahrung auch auf ihr bisheriges Leben übertragen. Wenn der Gegenwind zu stark wird, sollten sie nicht starr darin stehen bleiben, sondern sich mit ihm ein wenig biegen. Wenn er vorbei ist, nehmen sie wieder ihre ursprüngliche Ausgangsposition ein und kaum jemand wird Notiz davon nehmen, daß sie kuzfristig ein wenig nachgegeben haben. Dagegen wird alles, was unbeweglich ist, irgendwann brechen und das wird garantiert jeder mitbekommen.

Vertrauen sie nichts und niemandem, ohne vorher zu kontrollieren, um was es überhaupt geht und prüfen sie peinlichst die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit von Aussagen Dritter. Vertrauen sie niemals blind, überdenken sie die Konsequenzen ihres Handelns.

Wenn sie mit einem guten Freund auf dem 10m Turm im Freibad stehen und er ihnen sagt: “Spring ruhig, da unten ist nur warmes Wasser, da kann dir nichts passieren“, sollten sie vielleicht doch noch eine weitere Meinung einholen, bevor sie sich in die Tiefe stürzen. Und jeder, der da oben schon mal gestanden hat, weiß, wovon ich rede, denn es ist sehr, sehr tief.

Natürlich ist ein 10m Turm auch 10m hoch. Allerdings ist das Wasserbecken 5m tief und sie schauen bis auf den Boden. Hinzu kommt ihre Augenhöhe von 1,70 oder 1,80m, je nach Größe. Sie sehen also nicht 10m, sondern mindestens 16,70m in die Tiefe und das ist beeindruckend, zumal von hier oben aus das 30x10m Becken nur noch die Größe eines Waschlappens hat.

Sie haben das unangenehme Gefühl, daß, wenn sie weiter als 10cm von der Plattform weghüpfen, auf der sie gerade vor sich hinzittern, sie unweigerlich auf dem Schoß des Bademeisters landen, der seit 20 Minuten von seinem Hochsitz aus pausenlos seine Trillerpfeife malträtiert, um sie endlich zum Sprung zu bewegen.

Natürlich ist es nun auch nicht unbedingt hilfreich, daß sich aufgrund ihrer Unentschlossenheit mittlerweile etwa einhundert Leute um das Becken versammelt haben. Sind sie männlichen Geschlechts und der Damenanteil der Zuschauer liegt deutlich über 50%, sollten sie sich an dieser Stelle umgehend Gedanken um etwaige Haltungsnoten machen. Sie laufen sonst Gefahr, daß die Leute sich in 20 oder 30 Jahren nur noch an sie erinnern, weil sie sich so seltsam vom 10m Turm gestürzt haben.

Ist es nicht möglich, eine weitere Meinung einzuholen, weil sie nur zu zweit auf dem Turm stehen, gibt es nun lediglich zwei Möglichkeiten. Entweder sie springen oder aber sie gehen die Treppen wieder bis ganz nach unten und fragen jemanden um Rat. Ich persönlich empfände die zweite Version als deutlich mutiger, würde aber aufgrund des mittlerweile sehr hohen Zuschauerinteresses eher davon abraten.

Also überwinden sie sich und springen in ihrer unnachahmlichen, kerzengeraden Haltung in die Tiefe. Sie schlagen sich fürchterlich die Eier auf und als sie mehr tot als lebendig und unter lautem Getöse den Beckenrand erreichen, ermahnt sie ihr Freund, das nächste mal unbedingt die Beine zusammenzulassen und ihre Genitalien festzuhalten.

Natürlich fragen sie sich an dieser Stelle, warum er ihnen das nicht vorher gesagt hat.

Da fällt ihnen brühwarm ein, daß sie sich vor ewigen Zeiten ein einziges Mal von seiner deutlich alkoholisierten Freundin haben die Zunge in den Hals stecken lassen. Sie hatten sich damals auf dieser Fete auf den Weg gemacht, endlich die ersehnte 3 Promille Grenze zu knacken und dann kam sie mit ihrer Zunge. Zugegeben, ihre Zunge war eine Sensation. Sie konnte ihnen die Mandeln ablecken und sie dabei um 180° der Längsachse nach drehen. Das sorgte nicht nur für Spannungen mit ihrem Freund, sondern in erster Linie auch in ihrer Hose, was man deutlich sehen konnte.

Sollte er wirklich so nachtragend sein?Womit wir bei Regel Nummer 3 unserer Enzyklopädie für spätpuber-tierende Jungdynamiker wären:

 Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Fortsetzung folgt…….!


HENRY JEANNOIRE - LUSTIGE UND EROTISCHE KURZGESCHICHTEN

Henry Jeannoire verfügt über einen ausgeprägten Sinn für Humor. Er schreibt, wie er ist, nämlich witzig und unterhaltsam.

Auszug aus dem „Das Wirtschaftswunderkind“:

Er kam an einem warmen, freundlichen Spätsommernachmittag im September des Jahres 1958 zur Welt. Nachdem die Hebamme ihm einen Klaps verpaßt hatte, ließ er einen heftigen Schrei los und als das Blut seines purpurroten Kopfes sich wieder gleichmäßig auf den restlichen Körper verteilt hatte, strahlte ein neuer Erdenmensch aus großen, blauen Augen mit der Nachmittagssonne um die Wette.

Allein seine Ohren übertrafen seine Augen noch an Größe, und sollten sie mit den Jahren proportional zu seinem Körper wachsen, würde der armen Familie in kürzester Zeit ein anatomisches Wunder ins Haus stehen.

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